[Download] ausführliches Programm des Festivals
Fr 21, Sa 22
20.30 no depression in heaven
Eine theatrale Installation (Uraufführung)
3 Darsteller, 9 Bildschirme, 3 Kassettenrecorder und 1 Horn.
Mit Erika Eller, Friedemann Felger, Agnès Guipont, Jacek Sztuka
Idee: Friedemann Felger, Konzeption: Erika Eller, Friedemann Felger, Agnès Guipont, Malerei: Jacek Sztuka,
Horn: Friedemann Felger,
Dramaturgische Beratung: Anne Passow, Hospitanz: Sophia Lange
NO DEPRESSION IN HEAVEN begibt sich auf die Suche nach einer verschütteten Kraft, einer Lebendigkeit, die unter der Last der kollektiven Bilder, geschichtlichen Konstellationen und unverarbeiteten Traumata vorangegangener Generationen zu reanimieren wäre. Die Suche konzentriert sich auf das inwendige Universum und seine utopischen Potenziale, ihr Ausgangspunkt sind berührend direkte und offene Erlebnisberichte aus Interviews mit Menschen in ost- und westdeutschen Großstädten. Aus der Annäherung und Aneignung an dieses dokumentarische Material entstanden theatrale Miniaturen von großer Intensität, die in den Kammern des Christus Pavillons aufgeführt werden und auf die dort gestalteten theologischen Inhalte treffen. Der abschließende Monolog im großen, zentralen Saal bündelt die Einzelheiten der biographischen Kammerstücke sowohl inhaltlich als auch räumlich. Eine genial konzipierte, gegen die Vernichtung des Ichs ankämpfende Sprachmaschine wird im sakralen Herzstück des Christus Pavillons entfaltet.
So 23
19.30 Wirklichkeit – Unwirklichkeit
Mezzosopran: Isabel Kempinski (Zürich),
Live-Elektronik: Karin Ernst (Zürich/Frankfurt),
Klavier: Michael Donkel (Zürich)
2005/06 schuf Karin Ernst die Komposition „real_unreal - true_false“ für Computer und Stimme (Isabel Kempinski), die im April 2006 an den Weimarer Frühjahrstagen für zeitgenössische Musik uraufgeführt wurde. Anlässlich dieses Festivals fand die Begegnung mit dem deutschen Komponisten Peter Helmut Lang statt, der Isabel Kempinski die Aufführung seines Liedzyklus’ „Wirklichkeit unser unverlässliches Märchen“ zu Texten von Rose Ausländer vorschlug. Da beide Kompositionen denselben Themenkreis berühren, entwickelte sich die Idee, die Welt des Wirklichen/Unwirklichen anlässlich eines Konzertabends musikalisch weiter auszuloten.
Entstanden ist ein Konzertabend jenseits gefestigter Pfade, der auf neuen Wegen nach Zwischentönen sucht und musikalisch die Nuancen zwischen „wahr“ und „unwahr“ erkundet.
Di 25
20.30 Sakraler Tanz
Zeitgenössische Rituale in Klang und Bewegung
Mit Hans-Georg Lenhart (Tanz) und dem Ensemble für Intuitive Musik.
„Sakraler Tanz - Zeitgenössische Rituale in Klang und Bewegung“ untersucht die Ursprünge und Traditionslinien von geistlichem Tanz und verfolgt dessen kulturhistorische Entwicklung aus dem „Choros“ im antiken Griechenland hin zu den geistlichen Tanzliedern der christlichen Mystiker im Mittelalter. Die historischen Wurzeln werden freigelegt, um ein choreographisches und musikalisches Zeit-Bild der Gegenwart zu schaffen.
Das musikalische Mittel zur Umsetzung ist dabei Karlheinz Stockhausens Intuitive Musik. Trotz der Bedeutung der Improvisation ist die Intuitive Musik weit entfernt von zufälligen Interpretationen. Intuitive Bestimmtheit, freiere Musikformen, Bewegung und Klänge vereinigen sich zu universaler Musik.
Do 27
19.30 Begegnungskonzert
Mit dem Iturriaga Streichquartett
Kompositionen von Avner Dorman, Bushra El-Turk, Abel Ehrlich und Saed Haddad
Viele zeitgenössischen Komponisten verarbeiten in ihrer Musik gesellschaftliche Ereignisse, und können damit politische Verantwortung auf der künstlerischen Ebene übernehmen. Probt Daniel Barenboim mit seinem Diwan Orchestra den Frieden in Nah-Ost mit jungen Instrumentalisten, bringt das Kulturfestival JUNGE KUNST Komponisten aus Israel, Syrien, Jordanien, dem Libanon und Palästina in einem Begegnungskonzert auf die Bühne, um mittels der universell verständlichen und unbelasteten Sprache der Musik einen Dialog zwischen den Kulturen des Nahen Ostens herzustellen.
Sa 29
20.30 Multimediales Nachtkonzert
Mit dem Ensemble Kozmosz und dem via nova Ensemble
Kompositionen von Thomas Christoph Heyde, Johannes K. Hildebrandt, Gabriel Iranyi, Erik Janson, Peter Köszeghy, Peter Helmut Lang, Achim Müller-Weinberg und Galina Ustwolskaja
Das Multimediale Nachtkonzert geht ungewohnte Verbindungen und Gegenüberstellungen unterschiedlicher künstlerischer Genres ein. Das deutsch-ungarische Ensemble Kosmosz, mit seiner einmaligen Besetzung aus Akkordeon, Blockflöte, Cimbalom und Percussion, wählt für seine Konzerte multimediale Darstellungsformen, um zeitgenössische Musik zugänglich und auf verschiedenen medialen Ebenen erfahrbar zu machen und zu vermitteln. Unterstützt wird es dabei vom Weimarer Ensemble via nova und der Videokünstlerin Wenke Schladitz, die im Konzert eine speziell zur Musik und zum Raum entwickelte Video-Installation präsentiert. Die Verbindung von Kompositionen und Multimedia-Installationen laden in den besonderen architektonischen Bedingungen des Christus-Pavillons zu außergewöhnlichen Hör- und Seherfahrungen ein.
So 30
15.00 3. Junges Deutsches Komponistenforum – Abschlusskonzert
Mit dem Iturriaga Streichquartett
Kompositionen der ausgewählten Teilnehmer des Komponistenforums des via nova e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Komponistenverband Michael Johannes Jordan, Thomas Nathan Krüger, Eun-Ji Lee und Mario C. Schmidt
Für das Junge Deutsche Komponistenforum werden jedes Jahr zeitgenössische Werke von Komponisten gesucht, die nach 1972 geboren sind. Jeder Bewerber darf eine Komposition mit einer Länge von ca. 5-12 Minuten für Streichquartett einreichen. Die Werke dürfen bereits aufgeführt und veröffentlicht worden sein. Eine Jury wählt die Gewinner aus, die ins Kloster Volkenroda eingeladen werden. In einem dreitägigen Workshop mit dem Iturriaga Quartett arbeiten die Komponisten gemeinsam mit den Musikern an ihren Werken, die im Abschlusskonzert präsentiert werden.
Idee und Ziel des Jungen Deutschen Komponistenforums ist, den lebendigen Austausch zwischen Komponisten zu fördern und so langfristig ein Netzwerk aus Jungen Komponisten aufzubauen. Darüber hinaus sollen junge Komponisten die Gelegenheit haben, ihre Werke der Öffentlichkeit vorzustellen und sich in einer Arbeitsphase mit erfahrenen Musikern ausprobieren zu können.
Während des Festivals
täglich von 10 bis 22 Uhr in der Baracke
Pavillon II – Scheinbare Veränderungen von unscheinbaren Räumen
Eine Videoinstallation von Wenke Schladitz
und Andreas Gogol
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Preise
Tageskarte: 14,- €, erm. 10,- €
Festivalpass: 50,- €, erm. 40,- €
übernachtung mit Frühstück
Für Festivalbesucher steht das Gästehaus des Klosters nach Voranmeldung zur Verfügung.
Pro Person mit Frühstück:
DZ 28,- €
EZ 46,- €
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